Zuchtwartbericht von der Hauptsonderschau 2013 in Ponholz

51. Hauptsonderschau des Sondervereins Hessischer – Kröpfer in Maxhütte – Ponholz

Nach der schönen 50. Jubiläumshauptsonderschau beim Zuchtfreund Werner Hamel, ging es am 05. und 06.01.2013 in den Süden unseres Landes. Unser Zuchtfreund und 2. Vorsitzender des SV Josef Götz hat uns zur 51. nach Maxhütte – Ponholz eingeladen.
Jedes Jahr fahren wir voller Erwartung aus allen Himmelsrichtungen zu diesem Höhepunkt des Zucht- und Ausstellungsjahres. Was erwartet uns – wie sind die Bedingungen für unsere Tiere und Züchter. Jedesmal denkt man – es geht doch bald nicht besser. Unsere veranstaltenden Zuchtfreunde lassen sich doch immer wieder etwas besonderes einfallen, um dieses Wochenende zu einem Erlebnis werden zu lassen.
Wenn dann die örtlichen Gegebenheiten so optimal sind, wie in Maxhütte – Ponholz, dann ist dies für mich das Sahnehäubchen des Wochenendes.
Lieber Josef, Dir, Deiner Ehefrau und Deinen Helfern möchten wir Dankeschön sagen für diese tolle Schau. Dankeschön sagen für alles, was Ihr uns dort geboten habt.
Am Vorabend der Bewertung trafen sich die Sonderrichter zur Besprechung, um Schwerpunkte der einzelnen Farbschläge zu diskutieren, Schwerpunkte des vergangenen Jahres aufzugreifen und wo ist mit Fingerspitzengefühl zu bewerten.
Dieser Austausch von Meinungen hat sich bewährt und fördert eine einheitlichere Bewertung der Tiere. Als Sonderrichter waren tätig Horst Schmidt, Ferdinand Schmitt, Erhard Waas, Norbert Hillenbrand, Klaus Hahn, Karl – Heinz Eich, Johannes Fiedler und Claus – Peter Bierstedt. Als Obmann fungierten Horst Schmidt und Claus – Peter Bierstedt. Zu bewerten waren 575 Tiere in 27 Farbschlägen.

Den Anfang bildeten die Weißen mit 113 Tieren. Eine feine Kollektion in sehr guter Verfassung für die Jahreszeit. Es waren schöne aufrechte Tiere mit prima Körperrechteck und zum überwiegenden Teil fester Feder zu sehen. Angesprochen muß hier werden, daß der Stand nicht freier werden darf und der Nackenlinie mehr Beachtung geschenkt werden muß. Der leichte Hengstnacken hat sich verstärkt. Die Nackenlinie ist unbedingt zu verbessern.
„V“ - Tiere zeigten Reitzel 3x, Roos, Götz
„hv“ Reitzel 5x, Roos 2x, Urban, Götz

Es folgten die Schwarzen mit 100 Tieren. Diese konnten mit kompaktem Körper, prima Grünlack und einer zufriedenstellenden Hinterpartie gefallen. Bei einigen Tieren könnte das Kropfgefieder noch anliegender sein und wenige Tiere zeigten ein etwas rundes Blaswerk mit der Neigung zum Hengstnacken. Diesem ist wie bei den Weißen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Für die Zukunft müssen diese Tiere herabgesetzt werden.
„V“ ging an Haake 2x, Schmidt D. 2x, Bunge 2x
„hv“ an Bunge 2x, Fauerbach, Schmidt H., Haake, Adam H. und Siml

Schwarzgetigert (25) und Schwarzgescheckt (34) folgten. Die gesamte Kollektion zeigte kompakte Körper mit schöner aufrechter Haltung, Körperrechteck und angepaßtem Blaswerk. Wünsche gab es wieder im Kropfgefieder, das straffer gefordert wurde sowie dem nicht immer korrektem Rückenschluß. Der gleichmäßigen Scheckung ist noch mehr Augenmerk zu schenken.
„V“ erreichte Dielmann, Schmidt H., Bunge, Herlt
„hv“ Börner 2x, Bunge 2x

28 Rieselköpfe in Schwarz und 11 mit Flügelrose präsentierten sich wieder in einer TOP – Qualität. Auch die Anzahl ist wieder gestiegen. Sie zeigen typische Figuren mit richtigen Proportionen, Blaswerk, gute Unterlinien, feine Grundfarbe und Lack. Wünsche gab es noch in der Schwingenlage, Kopf- und Flügelbugzeichnung.
„V“ ging an C.-P. Bierstedt, ZG Hahn, Fauerbach
„hv“ an Börner, Bunge, Herlt

Rot – in den letzten Jahren mit sehr wechselnden Kollektionen zu sehen, präsentierten sich mit 37 Tieren und 2 Rottiger. Ein weiterer Aufschwung war hier zu verzeichnen. Sie zeigten schöne, typische aufrechte Haltungen und Proportionen. Zu beachten ist eine reinere Schnabelfarbe und noch kompaktere Hinterpartien. Die Jungtäubinnen könnten noch etwas breiter im Körperrechteck sein.
„V“ und 2x „hv“ ging an Ohlemutz

Der Gelbe – Farbschlag mit 27 Tieren und 2 Gelbrieselköpfen folgten und zeigten eine recht ausgeglichene Kollektionsqualität. Typ, Breite und Proportionen stimmten, auch Feder und Farbe konnten gefallen.
„V“ an Gärtner, Weiß D.
„hv“ an Schiebel 2x

Die Blauen mit Binden (14) und die Blauen ohne Binden (48) überzeugten mit typischer, aufrechter Haltung und prima Körperrechteck, sowie sehr guter Hinterpartie. Kritisiert mußte bei einigen Tieren das lose abstehende Schenkelgefieder. Dieses war schon besser zurückgedrängt. Bei der Bewertung auf kommenden Schauen werden wir besonders darauf achten. Das Keil- und Kropfgefieder konnte auch fester sein. Einige Tiere waren an der Grenze der Größe!
„V“ errang Waas 2x, Götz, Reichardt, Hamel
„hv“ an Götz 2x, Waas, Hamel

Bei den Blaugehämmerten (28) waren wie bei den vorherigen Blauen schöne Typen zu sehen. Körperbreite, Blaswerkgröße, Stand und Haltung überzeugten. Einige hätten etwas kürzer und kompakter in der Hinterpartie sein können. Bei wenigen Tieren könnte die Hämmerung gleichmäßiger sein. Auch hier ist auf abstehendes Schenkelgefieder zu achten.
„hv“ ging an Tierauf und Hamel

16 Blaugescheckte und 1 Blautiger waren die Nächsten in der Reihe. Eine wieder etwas gestiegene Kollektion. Figuren waren in Ordnung – Haltung, Stand, Breite und Rechteck stimmten. Das Blaswerk sollte zum Teil nicht größer werden. Zu achten ist auf eine klare Zeichnung. Die blauen Federn dürfen nicht verwaschen erscheinen, auch waren zu helle Tiere zu sehen. Sie wurden herabgesetzt.
„V“ erreichte Reichardt
„hv“ ging an Reichardt, Tierauf, Böhme

Wie schon im letzten Jahr eingeschätzt, die Blauschimmel (7) in einer sehr feinen Qualität. Typische Figuren mit prima Breite sowie Rechteck. Auch die Schimmelzeichnung war in Ordnung. Wünsche gab es in der Unterlinie. Sie sollte noch straffer sein, auch das Kropfgefieder geschlossener und auf Rückenschluß ist zu achten.
„V“ ging an Thomas
„hv“ an ZG Dietrich

Blaufahle ohne Binden (8) und Blaufahle mit Binden sowie Blaufahlgehämmert (1) gefielen wie immer im Typ, Proportionen und Körperrechteck. Das Kropfgefieder könnte fester und geschlossener sein. Farblich gab es wenig auszusetzen. Die Ockerbrust war dies Jahr nicht zu kritisieren. Hier muß trotzdem mit Fingerspitzengefühl bewertet werden.
„V“ und „hv“ erreichte Reichardt

Es folgten die Rotfahlen (11) und Rotfahlgehämmerten (8). Auch hier kompakte Tiere mit typischer aufrechter Haltung, angepaßtem Blaswerk und schönem Körperrechteck. Alttiere nicht größer, Kopf- und Bauchfarbe beachten. Bei den Gehämmerten Hämmerung klarer erwünscht.
„V“ Henze F.
„hv“ Henze F., Henze St.

21 Gelbfahle und 19 Gelbfahlgehämmerte standen in einer ansehnlichen ausgeglichenen Kollektion. Aufrechte Haltung, Körperrechteck und Schulterbreite waren typisch. Wünsche gab es in der Kopffarbe, Schild und Bauchfarbe. Weiterhin ist auf die Federstruktur im Rücken zu achten und bei den Gehämmerten sollte die Hämmerung markanter und gleichmäßiger sein.
„V“ Roos, Hillenbrandt
„hv“ Roos, Schiebel, Henze St.

Die 6 Schwarz- und 5 Blaugemönchten zeigten sich in einer gleichmäßigen sg – Qualität. Breite, Haltung, Stand und Blaswerk waren typisch. Es war wieder ein Fortschritt zu sehen. Schwerpunkt ist weiterhin auf eine kürzere, breite und volle Hinterpartie zu legen.
„V“ Bierstedt C. - P.
„hv“ Bierstedt J.

Die Championate gingen an K. - H. Reitzel, J. Götz, G. Bunge 2x, H. Haake, V. Börner, E. Ohlemutz, E. Waas, W. Hamel, W. Reichardt, A. Roos.

Den Jungtierpokal bekam H. Schiebel.
Den Pokal für seltene Farben errang F. Henze.
Den „Martin Fleischmann – Gedächtnispreis“ erhielt J. Götz.

Allen Ausgezeichneten möchten wir für die Leistungen gratulieren.


C. - P. Bierstedt
-Zuchtwart-